Download Landschaft im Wandel?: Zeitgenössische Landschaftsbegriffe by Dorothea Hokema PDF

By Dorothea Hokema

Seit Mitte der 1990er Jahre ist Landschaft vermehrt Thema raumbezogener Wissenschaften; etwa zeitgleich hat der Begriff in politisch-programmatischen Dokumenten an Bedeutung gewonnen. Dorothea Hokema untersucht weniger den physischen Raum als vielmehr den Landschaftsbegriff. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Auffassung, Landschaft sei eine soziale Konstruktion, die – je nach Kultur, Sozialisation oder Interessen – verschieden ist. Aus dieser sozialkonstruktivistischen Perspektive werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Landschaftsverständnissen in Raumwissenschaften, Planungspraxis und Alltagssprache analysiert. Widersprüche und Übereinstimmungen innerhalb und zwischen den Diskursen werden bestimmt, sie werden sowohl in ideengeschichtliche als auch in aktuelle gesellschaftliche Zusammenhänge eingeordnet. Als Ergebnis wird ein Modell des zeitgenössischen Landschaftsbegriffes entwickelt, das es erlaubt, dessen Ambivalenzen präzise aufzuzeigen.

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B. Hauser 2000; Hokema 2003; Körner 2000) 44 2 Zur Ideengeschichte des Landschaftsbegriffes das Erscheinungsbild traditioneller Landschaften bereichern und zu kultureller Höherentwicklung beitragen. Wichtig ist dabei der Ortsbezug, der von Piepmeier mit dem Hinweis auf „traditionelle Landschaften“ angedeutet wird: Zeitgenössische zersiedelte Landschaften missfallen im Allgemeinen vor allem deshalb, weil sie gesichtslos, verwechselbar und ohne lokale Besonderheiten sind (z. B. Breuste 2000; Dettmar 2008; Flagge 2001).

Was wird als landschaftlich bezeichnet? Aus welchen Elementen und auf welche Weise wird Landschaft konstruiert? Und: Welche relevanten Bedeutungszuweisungen ergeben sich implizit oder explizit? Die ausgewählten Einzelfälle decken das Feld zwischen einerseits eher positivistischen und andererseits sozialkonstruktivistischen Herangehensweisen an den Landschaftsbegriff ab; sie beschreiben innerhalb des deutschsprachigen raumwissenschaftlichen Landschaftsdiskurses (s. 1) das Spektrum der „Erweiterungen“ und werden deshalb einer intensiveren Analyse unterzogen.

Das Geschmacksurteil ist also kein Erkenntnisurteil, mithin nicht logisch, sondern ästhetisch, worunter man dasjenige versteht, dessen Bestimmungsgrund nicht anders als subjektiv sein kann. “ (Kant 1974, 115/§ 1) 42 2 Zur Ideengeschichte des Landschaftsbegriffes mit Kant, nicht zum Verlust der ästhetischen Kategorie Landschaft kommen. Allenfalls können die Landschaftsveränderungen der letzten Jahrhunderte bei ästhetischer Betrachtung Gefühle der Unlust und des Missfallens auslösen. Im Ergebnis würden Landschaften als unschön oder hässlich empfunden.

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