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By Ingo Bode

Ingo Bode ist Hochschulassistent am Fach Soziologie der Gerhard Mercator-Universität Duisburg.

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Römisches Recht

Das römische Privatrecht hat die europäischen Rechtssysteme der Gegenwart maßgeblich beeinflusst. Es spielt daher noch heute im Rahmen der europäischen Rechtsvereinheitlichung und der Rechtsvergleichung eine Rolle. Das Studium des römischen Rechts macht dem Studenten erfahrensgemäß beträchtliche Schwierigkeiten.

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De Closets 1982, Minc 1987, Pararas 1991). Diese "korporatistische" Tradition konkurriert in Frankreich - was häufig übersehen wird - seit jeher mit dem republikanischen Repräsentationsmodell (Leca 1989:60f). Es überschneidet sich nur stellenweise mit dem anti-republikanischen Modell der konservativen Rechten, wie es idealtypisch im Vichyismus zum Ausdruck kommt. a. in Teilen der französischen Arbeiterbewegung, deren Ordnungskonzepte auf eine solche "berufsständische" Form der Interessenvermittlung ausgerichtet waren (vgl.

Zum anderen bestehen in der politischen Kultur des Landes ausgesprochene Vorbehalte gegenüber "lobbyistischen" Einflußversuchen von Seiten organisierter Interessenvertreter (Meny 1989:99ff; Hall 1993 [1990]:160). Diese Vorbehalte gehen in der Hauptsache auf die Revolutionsgesetzgebung von 1789 zurück: Die sog. "Loi Le Chapellier" hatte die Bildung von Verbänden strikt untersagt und damit zum Ausdruck gebracht, daß sich der bürgerliche Staat als alleiniger Repräsentant des öffentlichen Willens verstand und gewissermaßen ein politisches Monopol beanspruchte.

A. zu 32 Es sind zwei miteinander zusammenhängende Umstände, die eine solche Konstellation begünstigen: Da ist zum einen die institutionelle Struktur des politischen Systems. Die französische Verfassung ist - in der fünften Republik - sehr stark auf die Exekutive zugeschnitten und scheint weder den Parteien und der Legislative noch den Interessengruppen einen größeren Spielraum einzuräumen. Dazu trägt die starke Stellung des Staatspräsidenten genauso bei wie die Souveränität des von ihm ernannten Premiers und seiner Ministergarde gegenüber dem Parlament.

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