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By Oliver Flügel-Martinsen, Daniel Gaus, Tanja Hitzel-Cassagnes, Franziska Martinsen

​Kaum ein Konzept in der jüngeren politischen Theoriegeschichte kann auf eine solch steile und, wie sich mittlerweile gezeigt hat, auch langanhaltende Karriere zurückblicken wie das der Deliberation. Die in diesem Sammelband vereinigten Überlegungen stehen unter der zweiteiligen übergreifenden Überschrift "Deliberative Kritik – Kritik der Deliberation", die in einem Zug den kritischen Sinn der Deliberation und die Notwendigkeit einer reflexiven Kritik am Konzept der Deliberation selbst deutlich macht. Neben Erkundungen der Ideengeschichte und der normativen Grundlagen der Deliberation geht es um eine Auseinandersetzung mit alternativen Konzeptionen und institutionellen Kontexten. Angesichts des Umstands, dass sich politische Prozesse bekanntlich seit geraumer Zeit aus den nationalstaatlichen Rahmungen herauslösen, werden zudem transnationale und kosmopolitische Perspektiven umfassend ausgeleuchtet. All diese topoi berühren wesentliche Denklinien der Arbeiten Rainer Schmalz-Bruns’, dem dieser Sammelband zum sechzigsten Geburtstag gewidmet ist.

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Die beiden Daten stecken Anfang und Ende einer revolutionären Epoche ab, in der sich ein wechselhafter, sich heutigen begrifflichen Gewissheiten verweigernder Gebrauch des Ausdrucks délibération in theoretischen Texten und den französischen Verfassunggebungsprozessen niederschlägt. Seine prominente Verwendung in den drei Revolutionsverfassungen zwischen 1791 und 1795 zeigt, dass dem Konzept im entstehenden demokratischen Parlamentarismus eine noch kaum verstandene Schlüsselrolle zukommt. O. Flügel-Martinsen et al.

Mutz 2006), in diesem Feld keinen Sinn in den Bemühungen um vorgängige begriffliche Klärungen zur Abgrenzung der empirischen Untersuchungsgegenstände, die aus ihrer Sicht oft willkürlich sind, und behauptet: „it is widely recognized as a senseless and unproductive exercise to haggle about what qualifies as true deliberation” (Mutz 2008, S. 525). Diese Zurückweisung gilt dabei nicht nur für solche Formen von Deliberation, die positiv als „true“ oder „good“ bewertet werden, sondern schon für die Bestimmung von Deliberation als solche: „In my view, whether an instance of discourse meets a set of criteria to qualify as deliberative is irrelevant for theorists and empiricists alike“ (Mutz 2008, S.

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