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Er darf nicht bedingungslos geistig enteignet werden. Indessen darf dieses Einspruchsrecht nicht so weit reichen, daß damit ohne weiteres das Werk dem Rundfunk verschlossen werden könnte. Das hieße der Willkür der Autoren Tür und Tor öffnen! Eine übergeordnete Instanz wird vielmehr zu entscheiden haben und abwägen müssen, ob hier das Interesse der Allgemeinheit überwiegt oder ob ein Ausnahmefall vorliegt, der das egozentrische Interesse in den Vordergrund rückt. Im übrigen können die Sorgen, die sich Marwitz a.

Streitigkeiten über die Höhe der Vergütung regelt ebenso wie Streitigkeiten aus dem Abs. III das in Abs. I genannte Schiedsgericht. Diese Fassung erhebt keinen Anspruch darauf, gesetzestechnisch einwandfrei zu sein. Sie versucht lediglich eine Formulierung der gekennzeichneten Erwägungen und wird von erfahrenen Gesetzestechnikern sicher auf eine kürzere Formel zu bringen sein. Den Vorzug der Kürze wie etwa die Hoffmannsehe Fassung besitzt sie nicht. Die Situation war allerdings hier insofern schwieriger, als es angebracht schien, eine Zweiteilung vorzunehmen zwischen solchen Werken, die rundfunkmäßig noch nicht wiedergegeben worden sind und solchen, die funkmäßig bereits durch eine Sendegesellschaft der Allgemeinheit mitgeteilt waren.

Es darf nicht übersehen werden, daß in den soeben gestreiften Fällen die materielle Entschädigung von durchaus nebensächlicher Bedeutung sein würde, zumindesten sein könnte. Es würde sich hier um einen Eingriff in das geistige Eigentum handeln, der in dieser allgemeinen Form nicht einen gerechten Ausgleich, sondern eine Vergewaltigung des Autorrechts durch das Recht der Allgemeinheit bedeuten würde. Marwitz (a. a. , S. 29) glaubt, daß das öffentliche Interesse nicht die Vermittlung eines ganz bestimmten Werkes er heische, da die Fülle literarischer und künstlerischer Schöpfungen überaus groß sei und da dann, wenn es sich um ein qualitativ hochstehendes Werk handle, der Urheber sich nur aus ganz bestimmten Gründen der Wiedergabe seines Werkes durch den Rundfunk widersetzen würde.

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